Russen, Russen und noch mehr Russen – Nha Trang

Donnerstag, 08.01.2015

Am 25.12. ging es ins 140 Km bzw. 4 Stunden entfernte Nha Trang, wo wir unseren Strandurlaub geplant hatten. Nach einer doch recht entspannten Busfahrt kamen wir also an und sahen Wolken. Nichts als Wolken und allzu warm war es auch nicht. Toller Strandurlaub… NICHT! Also erstmal ins Hotel wo wir für ca 6$ (insgesamt!) ein riesen Zimmer mit 2 großen Betten bekommen haben. Günstiger geht’s nicht. Warmwasser und Ac funktionierten sogar, auch wenn wir letzteres leider nicht brauchten. Eigentlich waren wir für den Abend mit Ruth und Garry, die wir in Mui Ne kennen gelernt hatten verabredet, aber da die beiden einen totalen Hangover hatten und Nicole und ich unglaublich müde waren, verabredeten wir und für den nächsten Abend. Hungrig auf etwas Western Food gingen wir in ein Italienisches Restaurant namens Olivias wo wir richtig lecker Pizza aßen. Anschließend ging es nur noch ins Bett.
Der folgende Tag war recht entspannt. Eigentlich sogar zu entspannt, denn da das Wetter immer noch recht deprimierend war blieben wir den Großteil des Tages im Bett. Muss ja auch mal sein bei so viel rumreisen. Abends trafen wir uns dann noch mit Ruth und Garry. Obwohl Ruth aus Schottland und Garry aus England kommt kann man Ruth einfach mal viel besser verstehen. Bei Garrys Akzent haben wir immer leichte Schwierigkeiten auch nur einen vollständigen Satz zu verstehen, ohne 5x nachzufragen, aber nach 2-3 Cocktails ging alles leichter. Ruth, die immernoch etwas verkatert war, verließ uns nach dem Abendessen, sodass wir 3 noch bei einer Runde „I never ever had“ mit ein paar Cocktails und Jägerbomb’s den Abend ausklingen ließen. Dabei erzählte uns Garry noch von seiner Weihnachtsnacht, in der er Sturzbetrunken in das falsche Hotel gegangen und einen fetten Typen in “seinem“ Zimmer vorgefunden hatte und anschließend noch einen Spiegel im Fahrstuhl ganz ausversehen zerstört hat… Tja kann passieren :D Gegen 1 gingen wir zurück zum Hotel und ab ins Bettchen.
Den nächsten Tag gingen wir 4 dann an den Strand. Leider war es immer noch nur ca. 20 Grad und wolkig, aber wenn man einen Strandaufenthalt plant muss man auch an den Strand gehen. Während wir also durch die Straßen gingen fiel uns immer mehr auf, was wir schon die vergangenen Tage bemerkt und vorher gehört haben: dass Nha Trang voll mit Russen ist. Man kann es etwa mit Mallorca vergleichen, wo nur Deutsche sind oder Kuta auf Bali mit den Australiern. Nur dass mir Russen noch viel unsympathischer sind als z.B. Australier. Jede Essenskarte ist dort zuerst auf Russisch, dann Englisch, dann Vietnamesisch. Manchmal wurden wir sogar auf Russisch angesprochen weil weiße Haut = Russisch… oder so. Abgesehen davon gab es einfach nichts Tolles oder Schönes in Nha Trang zu sehen. Es könnte eine Stadt überall auf der Welt sein voll mit Clubs, Bars, Restaurants und Shops und viel viel günstigen Alkohol. Den kauften wir uns zum Abend dann auch, da man dort ja sonst nicht viel machen kann als zu feiern. Vorher gingen wir allerdings erneut im Olivias essen und trafen uns dort noch mit Jerremy, der aufgrund des schlechten Wetters seine Motorradtour in Nha Trang abbrechen musste. Als wir später also in Jerremys Hostel mit einigen Leuten Kingscup spielen und trinken wollten um anschließend in dem Beachclub zu feiern, verschwand Jerremy und tauchte nach einer halben Stunde recht blass wieder auf. Anscheinend hatte er sich eine Lebensmittelvergiftung eingefangen ...durch eine Pizza Hawaii.. wie auch immer das geht. Ohne Jeremy ging es gegen 23 Uhr dann zum Beachclub, doch da der Eintritt 10$ kostete beschlossen wir 4 zurück zum Hotel zu gehen und da einfach noch zusammen den Abend zu verbringen. Am 28. ging es abends mit dem Bus weiter nach Hoi An und da es ja nicht so viel in Nha Trang zu sehen gab bummelten Nicole,  Jerremy und ich durch die Straßen um die Zeit verstreichen zu lassen. Alles in allem ein eher langweiliger Aufenthalt, den ich Rückblickend lieber übersprungen und diese 3 Tage lieber wo anders verbracht hätte. Aber das weiß man ja vorher nicht...

Und Action! - Da Lat

Mittwoch, 31.12.2014

Es ist zur Zeit nicht so easy aufzuholen wir sind so viel und lange und oft unterwegs und naja das Internet ist hier meist auch nicht so bombe... nun jaaa weiter gehts!

Am 22.12 ging es mit dem geliebten Bus weiter nach Da Lat. Diesmal ging es in 4 Stunden in die 150km entfernte Stadt in den Bergen. Die Fahrt war... nun jaaa sehr holprig würde ich mal sagen. Wir hatten nur einen kleinen sitting Bus und die Schlaglöcher auf den Straßen warfen uns förmlich aus den Sitzen. Somit waren wir extrem froh als wir pünktlich in Da Lat ankamen. Ausgestiegen aus dem Bus der erste schock: ES WAR KALT! Also mit kalt meine ich wirklich kalt, wenn man bedenkt, dass ich die letzten Monate eine Durchschittstemperatur von 30°C genossen habe... mit richtig kalt meine ich so 18°C... wie gesagt: KALT!

Unser Hostel in Da Lat hieß Mr. Peace Backpackers Hostel und war eines der besten Hostels auf unserer Reise bisher. Angekommen rannte ein kleiner Vietnamese die Treppen runter und umarmte uns stürmisch, als ob er seine engsten Freunde seit 10 Jahren nicht mehr gesehen hätte. Jaa Hallo erstmal. Mr. Peace (seinen richtigen Namen kennt wohl nur seine Frau), wie er sich nach dieser Begrüßung vorgestellt hat ist wohl einer der durchgeknalltesten Vögel die ich kenne, aber auch einer der liebevollsten. Kaum angekommen und etwas entspannt trommelte er alle Leute aus dem Hostel zusammen um mit allen Essen zu gehen. Somit lernten wir total viele Leute kennen, die dann leider zum Großteil am nächsten Tag abreisten. Trotzdem war der Abend total witzig und ich plante mich den Jungs anzuschließen, um am nächsten Tag eine Canyoning tour zu machen. 

Da Nicole etwas Höhenangst hat ist sie leider nicht mitgekommen, aber das sollte mich nicht von einer Tour abhalten, die alle als eine der Besten beschrieben. Los ging es also mit ca. 10 Leuten (die meisten von unserem Hostel) im Bus in einen 15 Miuten entferntes Gebiet, welches wie eine Art kleiner Nationalpark war.
Die Action begann neben einem Lift (der Teil war noch für normale Fußgänger/Touristen offen). Wir seilten uns eine Klippe ab, fuhren den Lift hoch und seilten uns dann neben einem Wasserfall ab, direkt ins Wasser hinein. Glücklicherweise war es an dem Tag relativ warm aber das Wasser aus den Bergen war eher kalt. Weiter ging unsere Tour. Wir rutschten kleine Wasserfälle hinunter und ließen uns an so manchen Orten abseilen. Zwischen den Spots wanderten wir durch die Natur und trafen ab und an auf weitere Gruppen. 
Eines der Highlights war dann das Abseilen von einem 25m Wasserfall und zwar genau in dem Wasserfall. Das Wasser klatschte gegen ein und die letzten 3 Meter musste man sich fallen lassen, weil das Seil zu ende war.
Nach diesem Adrenalinstoß aaßen wir erstmal Mittag. Das ganze war in Form eines Picknick mit Sandwisches, Obst und son Kram direkt neben dem Wasserfall. Als die Guides das Essen aus den Trekkingrucksäcken packten dachte ich wir würden nie... nieeeemals im Leben alles aufessen können, doch die Jungs bewiesen das gegenteil. Wir waren nur 2 Mädchen und aaßen beide recht viel aber die Jungs (Hauptsächlich Franzosen - sie waren sogar echt nett) schlangen alles in sich was nicht niet und nagelfest war. Jeder hatte bestimmt 3-4 Sandwiches und viel viel Obst. 
Anschließed kugelten wir uns weiter und erreichten meine größte Hürde: Ein Sprung aus 11 Meter Höhe. Man konnte auch aus 7 Metern springen oder runter gehen (Gähn) aber ich musste das irgendwie machen. Die Schwierigkeit war, dass man anlauf nehmen musste, da es nicht gerade sondern schräg runtering und man ja nicht auf die Klippen klatschen wollte. Mein Ego wollte das so machen. Also nahmen wir beiden Mädels allen Mut zusammen und sprangen die verdammte Klippe runter. Es war einfach unglaublich! Unten angekommen musste ich mich erstmal Totlachen und freute mich wie ein Honigkuchenpferd, dass ich mich getraut habe. Immer wieder gern! Den Rest des Trips hatten wir noch weitere aufregende und witzige Aktionen und ja alles in allem war der Tag einfach nur gelungen.

Abends dann trommelte Mr. Peace wieder alle zusammen, damit wir einkaufen und zusammen kochen konnten. Hat total Spaß gemacht und abgesehen davon, dass die hier alles mit Knochen kochen und somit Knochen im Chickencurry waren schmeckte das Essen köstlich. Anschließend gingen wir mit einigen Leuten in den Beepub, ein kleiner Pub in dem Livemusik gespielt wurde. Die Stimmung war super und wir lernten so man Leute kennen. Eine ganze laaange Zeit unterhielt ich mich mit einem Kanadier namens Jeremy, und als wir zurück zum Hostel gehen wollten fragte ich ihn wo er denn hinmuss. "Uhmm we stay at the same hostel at mr. Peace?! Did u tought I'm just a random, nice dude talking to you all night long?" Huuuupssss... Fragt mich nicht wie aber ich hatte es wirklich geschafft zu verchecken, dass er unter den Leuten von unserem Hostel war und ich ihm beim Abendessen noch nach Salz gefragt hab. Peinlich peinlich doch wir machten uns alle einen Spaß drauß und lachten drüber. Jaa was soll ich sagen?!

Der nächste Tag (24.12. wohlgemerkt) begann wieder sehr früh, denn Nicole und ich wollten eine Countryside Tour machen. Los gings gegen 9 Uhr. Die Gruppe bestand aus einem komischen älteren Päärchen und einer großen Indischen Familie mit Kleinkindern. Nicht sehr vielversprechend, war es letztendlich auch nicht. 
Zunächst hielten wir an einer Kaffeeplantage, was ich ja aber schon auf Bali (und 100x schöner) gesehen habe. Dort wurden diese Katzen die den special Kaffe herstellen in kleinen Käfigen gehalten, nicht so schön anzusehen. Dann ging es in eine Insektenfarm, wo leider nicht nur Insekten sondern diverse Säugetiere in kleinen Käfigen gehalten wurden. Klein war wirklich viel viel zu klein. Das ganze war schrecklich und mürrisch setzten wir uns wieder in den Bus. Als nächstes ging es dann in eine Seidenfarm. Das war an sich recht interessant, aber abgesehen davon das durch die Herstellung der Seide Millionen von Tieren abgeschlachtet werden (irgendwelche Würmer/Falter/irgendwas) waren die Arbeitsbedinungen einfach grauenhaft. Es war laut, eng, stinkte wie hulle und die Arbeiter arbeiteten offensichtlich auf Zeit. Kurze Zeit später ging es dann zu einer Art Tempel mit einer riesigen "Happy Buddah" Statue. War ganz schön und immerhin wurden dorft weder Tiere noch Menschen schlecht behandelt/gehalten. Unser nächstes Ziel und der Haputgrund unserer Tour war der Elefantenwasserfall. Dieser war einfach riesengroß und wunderschön. Da wir dem Tourguide entschlüpfen konnten verschafften wir uns doch recht viel Zeit um uns alles lange anzugucken und gingen irgendwann gelassen zurück zum Bus. Später nach einem Mittagessen ging es zu irgend einen alten Bahnhof (war okay) und dann ins Crasy House. Das ist... nun ja doch recht verrückt. Irgendeine Touriattraktion aber es war lustig. Bilder sagen in dem Fall wieder mehr als Worte. 

Den Abend wollte Mr Peace wieder mit allen kochen, doch da wir keine Lust auf Knochenessen hatten suchten Nicole, Jeremy (wir hatten uns den abend zuvor vecht viel unterhalten und nach unserer Tour wieder im hotel getroffen) und ich nach einer besseren Essensgelegenheit für Christmas Eve. In der Nähe vom Beepub fanden wir ein Art-Restaurant (der Besitzer war künstler und das Restaurant somit voll von Bildern) in dem wir für umgerechnet 7€ ein 4 Gänge Menü bekamen: Brokkolicremesuppe, Grapefruitsalat mit Hähchen, Truthahn mit Kartoffelpüree und Gemüse und Flan. JUMMI!!!
Bevor wir dort essen gingen suchten wir noch nach Alkohol. Jeremy und ich wollten unbedingt Jägermeister finden, doch da es in dieser verdammten Stadt nicht einmal einen Supermarkt gab wurde die Suche echt schwer. Am Ende fanden Nicole und ich eine Flasche Malibu und Jeremy nahm Bier. All dies genossen wir vor und nach unserem super leckeren Dinner und gingen anschließend mit den anderen Leuten aus dem Hostel zum Beepub und dann in einen Club. 

Gegen 2/3 kamen wir müde und gut angetrunken wieder im Hostel an und es war verschlossen. Also zack übern Zaun geklettert und zum Glück festestellt, dass die Einangstür selbst offen war. 

Ja das war unsere Zeit in Da Lat. Eine der besten und schönsten Plätze. 

Elefantenwasserfall Canyoning Gruppe Ana und ich Abseilen Ruuuuutschen <3 25 Meter Wasserfall abseilen Seil zu Ende also fallen lassen :D Sprug von einer 11 Meter Klippe The Washing machine Runter gehts Und ab ins Wasser

*Bilder der Canyoning Tour gemacht von Dalat Passion Tours

Drei Welten an einem Ort – Mui Ne

Freitag, 26.12.2014

Am 19.12. ging es zu unserem nächsten Stopp nach Mui Ne. Für unseren Trip haben wir ein Ticket für den Open Bus gekauft. Mit dem fahren wir für ca. 40 Euro von Ho Chi Minh nach Hanoi. Die erste Fahrt ging ins 250km entfernte Mui Ne und die Fahrt dauerte etwas mehr als 5 Stunden. Der Bus war ein sogenannter Sleeping Bus in dem jeder ein kleines Bettchen hatte. Leider waren die Betten wirklich sehr klein und vor allem kurz. Ich mit meinen 1,62m hatte da noch Glück aber jeder der größer ist als ich kann da nicht allzu komfortabel drin liegen.

Die Fahrt war trotzdem recht angenehm und ich konnte nach der kurzen Nacht zum Glück noch etwas schlafen. Gegen 1 kamen wir in Mui Ne an. Für unser Hotel namens Quoc Dinh bezahlten wir 14$ pro Nacht und hatten hierfür jeder ein riesen Bett, Ac, Kühlschrank und warmes Wasser. Die Besitzer waren super lieb und brachten uns zur Ankunft erst einmal frischen O-Saft, jeden morgen gabs geschnittenes Obst und auch sonst war alles super. Nachdem wir angekommen sind gingen wir erst einmal an den Strand. Nach Bali war es super mal wieder einen Sandstrand zu haben, wo man  ohne riesen Wellen entspannt baden gehen konnte. Auch wenn der Strand an sich nicht sooo schön war genossen wir die Sonne und den Rest des Tages. Zum Abend gingen wir noch ins 1km entfernte Restaurant The Golden Sunlight. Dieses fanden wir zuvor bei Tripadvisor und wurden nicht enttäuscht. Das Essen war preislich völlig in Ordnung und schmeckte super. Ca. 3€ für Garnelen in Kokoscurry mit Reis… Jummi! Zum Nachttisch gab es noch kostenlos einige Stücke Drachenfrucht und Melone. Drachenfrüchte gibt es hier in Massen, auf der Bustour sahen wir riesige Felder voll mit Drachenfruchtpflanzen, total cool. Auf unserem Weg zurück ins Hotel kamen wir dann noch an diversen Obstständen vorbei, wo ich mir dann noch ein halbes Kilo Passionsfrüchte gekauft habe. Die werden hier anscheinend auch angebaut, denn ich bekam das halbe Kilo für ca. 0,40€. Keine Ahnung wie ich zu hause ohne all diese Früchte überleben soll :D

Am nächsten Tag machten wir eine Tour mit 4 Stopps: Zunächst ging es zum Fairy Stream, einem kleinen Fluss durch den man laufen konnte, mit einer wunderschönen Landschaft drum herum. Rote und weiße Sandklippen und viele sattgrüne Pflanzen. Super schön! Nicht so schön waren allerdings die „Attraktionen“ die man unterwegs sehen konnte: Zum einen war da das Strauß-reiten. Ich habe keine Ahnung wie man auf die Idee kommen kann einen Vogel reiten zu wollen aber nun ja. 4 dieser schönen Vögel waren in einer Bahn eingesperrt und hatten kleine Sättel auf ihren Körpern. Die Federn darunter waren abgeschnitten oder sind ausgefallen und die Vögel wehrten sich sichtlich, wenn sie eingefangen wurden, damit sich ein Touri für viel zu viel Geld auf sie raufsetzen konnte… Die zweite Sache war ein Mini-Zoo in dem diversen Tiere in viel zu kleinen Käfigen gefangen waren. Es gab Affen, die an kurzen Leinen angebunden waren und einem beim Vorbeigehen ansprangen, Kaninchen, Reptilien, Eichhörnchen,… Die Tiere sahen zwar körperlich besser aus als die Strauße aber machten den Eindruck, als ob sie sich nicht besonders wohl fühlten - wie auch?! Da wir nur 40 Minuten an dem Fluss hatten konnten wir nicht bis zum Ende gehen und beschlossen dort am nächsten Tag nochmal hinzugehen, da es nur 500m von unserem Hotel entfernt war.

Unser nächster Stopp waren die White Sand Dunes. Meiner Meinung nach war das der Schönste Teil der Tour. Riesige weiße Dünen, eine knallende Sonne und blauer Himmel verschafften einen den Eindruck als sei man in einer Wüste und nicht mitten in Vietnam. Es war wirklich wunderschön. Inzwischen hatten wir auch ein wenig unsere Mitreisenden der Tour kennengelernt. Besonders mit Gary und Ruth (aus England und Schottland) verstanden wir uns sehr gut und beschlossen am Abend noch zusammen essen zu gehen.

Nach den White Sand Dunes ging es zu den Red Sand Dunes. Auf dem Weg auf einer Sandstraße kamen wir mit dem Jeep an einer Kuhherde vorbei und man fühlte sich wir in Texas oder so. Nach einer halben Stunde Fahrt erreichten wir die nächsten Dünen. Diese waren eher gelb/orange statt rot aber waren fast genauso schön wie die White Sand Dunes.

Nach einiger Zeit verließen wir auch diesen Ort und tauchten in eine andere Welt ein: den Hafen von Mui Ne. Hunderte Boote in vielen bunten Farben reihten sich kreuz und quer nebeneinander und die Sonne ging im Hintergrund langsam unter…

Nach dieser Tour durch die Welten ging es wieder zurück zum Hotel und später wieder in unser Restaurant.

Am nächsten Tag liehen Nicole und ich uns jeder ein Fahrrad und fuhren zunächst zu unserem Busunternehmen um ein Ticket für den nächsten Tag zu besorgen. Anschließend ging es nochmal zum Fairy Stream um bis zum Wasserfall zu gehen der leider wirklich klein war. Nach einer weiteren kleinen Fahrradtour setzten wir und für den Sonnenuntergang an den Strand. Der Sonnenuntergang war einer der schönsten die ich bisher gesehen hatte. Abends ging es… 3x dürft ihr raten… genau wieder zum Restaurant. Einfach jedes essen egal ob Nudeln, Fleisch oder Fisch war dort einfach sooo lecker!

Da Bilder mehr sagen als Worte kommen natürlich nochmal Bilder von diesen wundervollen Plätzen an denen wir waren…

Fairy Stream Sand Fairy Stream Fairy Stream Fairy Stream Red Sand White Sand Dunes White Sand Dunes Texas? Muuuh Hafen Sunset

Gooooood Mooooorning Vieeeeetnaaaaaam!!

Sonntag, 21.12.2014

Am 16.12. hieß es für Nicole und mich um 4:00 Uhr aufstehen. Nach einer wundervoll friedlichen und erholsamen Nacht was das natürlich eine Leichtigkeit… NICHT! Abgesehen davon, dass 4 Uhr eine unmenschliche Zeit zum Aufstehen ist hat uns besonders eine liebe Zimmergenossin in dem 8 Bett Zimmer mitten in der Nacht ziemlich liebevoll geweckt. Nachdem ich gegen Mitternacht endlich eingeschlafen und alle weiteren 6 Mitbewohner schon friedlich schlummerten kam SIE (eine freundliche und äußerst rücksichtsvolle Asiatin) um 2:30 in das Zimmer gepoltert und machte direkt erstmal das Deckenlicht an. Ja genau das Deckenlicht, das den ganzen Raum hell erleuchtete!!! Tierisch genervt zog ich mir die Decke übern Kopf und hoffte, dass sie sich beeilen würde. Leider falsch gedacht. Nachdem sie gut 5 Minuten in ihren Plastiktüten irgendetwas gesucht hatte guckte ich sie mit einem vernichtend bösen Blick an, bis sie auf die Idee kam ihr Bettlicht anzumachen. Leider war ihr Bett direkt neben meinem und das Licht immer noch extrem hell. Aber nun gut jeder muss sich ja fertig machen. Als sie aus dem Zimmer ging dachte ich sie würde sich nur fix die Zähne putzen und dann endlich Ruhe geben. Wieder falsch gedacht! Nach bestimmt 15 Minuten (sie war duschen??) war ich vom Licht endlos genervt und fragte mich ernsthaft wie man nur so Rücksichtslos sein kann. Dann kam sie ins Zimmer zurück, machte erneut Lärm und verschwand nochmal. Natürlich blieb das Licht an. Normalerweise wäre das ganze ärgerlich und so aber da ich nur noch 1,1/2 Stunden zu schlaffen hatte regte mich das ganze echt auf. Nach weiteren 10 Minuten reichte es mir und ich machte ihr doofes Bettlicht aus. Zufrieden mit der Stille und Dunkelheit wollte ich endlich weiter schlafen, doch nach wenigen Minuten kam sie wieder rein und machte… 3x dürft ihr Raten… genau – das Deckenlicht an! Ihres hatte ich ja ausgemacht (wie konnte ich nur?). Nachdem sie endlich in ihrem Bett saß (mit Bettlicht) kämmte sie sich noch genüsslich die Haare, kletterte noch 2x aus ihrem Bett und wieder rein und ließ sich einfach unglaublich viel Zeit. Inzwischen war es so 3 und hätte sie noch eine einzige Minute mehr gebraucht hätte ich sie echt zur S** gemacht. Zum Glück/leider gab sie dann aber ruhe, macht das Licht aus und schlief schnarchend ein. Ich hingegen lag wütend im Bett und konnte natürlich nicht mehr schlafen. Nicole erging es genauso. Was soll man da noch sagen?

Nun ja um 4 kletterten wir aus unseren Betten und packten den Rest unserer Sachen. Hierbei achtete ich akribisch darauf aus Versehen gegen ihr Bett zu stoßen, mein Licht in ihre Richtung zu blenden und  ich musste leider auch sooft husten... gemein? Ja definitiv, aber um 4 Uhr morgens war es eine unglaubliche Genugtuung zu sehen das ich es schaffte nur sie zu wecken und die anderen schlafen zu lassen.
Um 4:40 nahmen wir mit 2 anderen Mädels die den gleichen Flug hatten wie wir ein Taxi zum Airport und um 7 Uhr den Flug nach Ho Chi Minh City.

Auf dem Flug konnten wir nochmal etwas schlafen und 2 Stunden später hieß es somit für uns „Gooood Mooorniiiing Vietnaaaaam!“ Der gute Morgen am Flughafen begann (immer noch endlos müde) mit nervigem Visakram. Zuvor hatten wir online das Visum beantragt und mussten am Flughafen nur noch einen ausgefüllten Zettel und ein Passbild abgeben. Da das aber auch viele andere Leute machen mussten und es nur 2 Schalter gab zog sich die Prozedur total in die Länge. Die Tatsache, dass die Mitarbeiter kaum Englisch sprachen machte es nicht leichter. Nach einiger Zeit schafften wir es alles korrekt abzugeben, 45 $ zu zahlen, die wir vorher in Singapur gewechselt hatten und bekamen unser Visum für einen Monat Vietnam.

Draußen angekommen erinnerte mich das ganze Szenario an Bali: hunderte Leute die Zettel mit Namen in die Luft hielten, Taxifahrer die einen direkt anquatschten und irgendwie Chaos. Herrlich! Nachdem wir für wahrscheinlich viel zu viel Geld ein Taxi bekommen haben fuhren wir auf gut Glück in eine Straße in der einige Hotels und Hostels sein sollten. Diese Straße war im Distrikt 1. Nein ich bin noch nicht bei die Tribute von Panem gelandet aber lustig ist das schon irgendwie hier mit den ganzen Distrikten.

Angekommen fanden wir fix ein nett aussehendes Hotel/Hostel, in dem wir für 7€ pro Person/Nacht ein Doppelbettzimmer bekamen. Leider war das Bett unglaublich hart, sodass wir beschlossen nur eine Nacht dort zu bleiben. Da wir noch nichts gegessen hatten suchten wir nach dem Einchecken etwas zu Essen und fanden an der Ecke einen gut besuchten Laden der günstig vietnamesische Suppen verkaufte. Eins hatten wir ja auf Bali gelernt: Ist ein Laden gut gefüllt (besonders mit Einheimischen), dann kann man da ohne Sorge essen gehen. Die Hühner-Nudelsuppe, die mit Löffel und Stäbchen gegessen wurde schmecke echt köstlich. Die Suppe konnte man mit frischen Kräutern, , Sojasprossen, Chilis, Limetten und weiteren Saucen noch pimpen – leeeeckeeer!! Müde von der kurzen Nacht gingen wir nach dem Essen wieder ins Zimmer, schalteten den Tv an, machten es uns auf unserem harten Bett gemütlich und schliefen erst einmal eine Runde. Später schlenderten wir noch durch die Parallelstraße Bui Vien und gingen richtig schöööööön Pizza essen :D. Manchmal überkommt einem nach 4 Monaten einfach das Verlangen nach solchem Essen.

Auf dem Rückweg bemerkte ich, dass mir Ho Chi Minh gefiel. Die Stadt hat irgendwie mehr Charme als Singapur. Ich will nicht sagen das Singapur nicht der Wahnsinn ist, aber da ist alles so… sauber und perfekt. Alles läuft und funktioniert und man sieht einfach keinen Harken. In Ho Chi Minh dagegen gibt es überall kleine Stände wo Street Food verkauft wird, alle sprechen einen an und wollen einem Sonnenbrillen, Massagen oder Essen aufdrücken. In den kleinsten Seitengassen kann man sehen wie die Leute (leider sehr arm und auf kleinem Raum) leben. Die Stadt ist voll mit Weihnachtsdekoration und überall ist der vertraute Rollerlärm. Zurück im Hotel fielen wir erneut platt ins Bett.

Die letzten beiden Tage in der Stadt haben wir hauptsächlich mit rumbummeln und planen verbracht. Leider mussten wir feststellen, dass die nähere Umgebung doch nicht SO toll zum Shoppen war. Trotzdem fanden wir einen richtig gut nachgemachten Rucksack für Nicole und eine dickere Jacke für mich. Warum eine dickere Jacke wenn wir doch 30°C haben? Nun ja im Norden ist es nicht besonders warm, aber zu unserer Tour später mehr.
Essenstechnisch hatten wir uns die letzten Tage besonders auf die nahegelegene Bäckerei gestürzt. Nach Bali war diese ein wahrer Traum: Dick belegte Sandwiches, Brötchen, Kuchen, Gebäcke,… alles was man sich wünschen kann. ABC Bäckerei – sehr zu empfehlen!

Sonst sind die Leute hier meistens echt schnuckelig. Alle paar Meter spricht einen jemand an, dass wir ganz doll auf unsere Taschen und Handys aufpassen sollen. Wenn man sein Handy auf den Tisch legt nehmen die Leute es und drücken einem das feste in die Hand und machen ein Zeichen, dass man es bloß gut wegtun soll. Sogar ein Polizist hat uns angesprochen wir sollen gut aufpassen. Total süß. Leider stimmt allerdings auch was ich zuvor gelesen habe: Die Vietnamesen sprechen super schlechtes Englisch. Und wenn sie es tun dann versteht man kaum ein Wort, da sie anscheinend kein S und ähnliche Laute aussprechen können. Da wurde aus Reis bzw. Rice ganz schnell mal „rei“ und schwupps weiß man nicht worüber gesprochen wird.

Achja mein Highlight war übrigens der Mittwochabend. Nach einem gemütlichen Abendessen wollten wir noch einen Drink zu uns nehmen. Vor einem kleinen Laden saß eine Horde von Leuten auf Plastikstühlen und genoss sie Getränke. Bei 50 Cent für ein Bier und 2 Euro für einen Cocktail war das nicht verwunderlich. Also setzten wir uns dazu und zu meiner Freude entdeckte ich auf der Karte einen Jägerbomb (Jägermeister + Red Bull). Schnell kamen wir mit den Leuten auf Schweden, Deutschland (hier gibt es sooo viele Deutsche), USA,… ins Gespräch. Nach einiger Zeit saßen wir hauptsächlich nur noch dort und unterhielten uns alle miteinander. 2 Getränke sollten wohl genügen. So dachten allerdings nicht die Bedienungen. Plötzlich forderten sie uns auf mehr zu bestellen. Nicole nippte noch immer an ihrem Cocktail, ich wollte nichts mehr und einer der Jungs sagte er würde noch ein Bier nehmen. Als Antwort bekamen wir dann in schlechtem Englisch etwa folgendes gesagt: Nein ihr müsst mehr bestellen sonst müsst ihr gehen und Platz für andere machen. Ein Bier bekommst du nicht nur wenn ihr mehr bestellt. Auf Klo kannst du auch wo anders gehen. Steht jetzt auf und geht.
Rebellisch wie ich bei sowas nun mal werde drängte ich alle dazu noch 5 Minuten sitzen zu bleiben. Ich mein was fällt denen ein? Wir hatten alle mehr als genug getrunken und da war keiner der einen Platz gesucht hätte. Durch uns hatten sie nur einen weiteren leeren Tisch.
Nachdem wir den Leuten also noch 5 Minuten auf den Keks gegangen sind gingen wir also… Lächerlich!

Nun ja das war es also mit unserer kurzen Zeit in Ho Chi Minh City. Nun werden wir in den nächsten 3 Wochen bis nach Hanoi mit dem Bus fahren. Dazwischen gibt es 6 Stopps und vieeeeles zu sehen. Die verschiedenen Touren dauern zwischen 3 und…. 16 Stunden, aber da die Busse Liegesitze haben wird das alles bestimmt recht lustig werden.

Ich versuche möglichst oft in den Hostels updates zu geben aber kann wie schon gesagt nicht so viele Bilder hochladen, da ich nicht mit meinem eigenen Pc online bin und zudem für den ganzen Upload keine Zeit finden werde. Bis dahin also Tschussi!! 

Kulturschock Singapur

Samstag, 20.12.2014

Unsere Reise ging am 13.12. gegen 8 Uhr in der Früh los. Die nächsten 3,1/2 Wochen wollen Nicole und ich nun in Singapur bzw. Vietnam verbringen. Unser erster Stopp war wie schon geschrieben in Singapur. Zufällig hatte ich erfahren, dass ein Freund aus der Uni (Rene) zur gleichen Zeit und mit dem gleichen Flug auch nach Singapur gehen wollte. Somit haben wir 3 uns zusammen getan und es ging um 8 Uhr morgens mit dem Taxi Richtung Flughafen. Dort angekommen gab es den üblichen Check-in Kram und an der Kontrolle des Handgepäcks der erste Müll: Müll kann man das Ganze wirklich nennen, denn in der Früh habe ich verplantes Ding meine teuren Sonnencremes ins Handgepäck getan. Die Tatsache, dass das Ganze einen Wert von 30€ hatte und ich ohne die Creme ziemlich leiden muss interessierte den Airportangestellten leider reichlich wenig und schwupp landeten meine schönen Ladival-Cremes aus der Apotheke im Mülleimer – Klasse Jessi!

Der Rest des Fluges war zum Glück ohne weiter Vorfälle und nach gut 2,1/2 Stunden Flug kamen wir dann in Singapur an. Angekommen erfreuten wir uns zunächst sehr, dass es endlich ein Land gibt, in dem es leicht UND günstig ist ein Visum zu bekommen. Mit leicht meine ich zum Schalter gehen und einen Stempel bekommen und mit günstig meine ich umsonst ;).
Nachdem wir unser Gepäck hatten wurde noch schnell Geld getauscht und dann wollten wir so schnell wie möglich in unser Hostel. Zunächst mussten wir allerdings die Bahn finden, was auf einem riesigen Flughafen mit 3 Terminals nicht ganz so einfach war. Auch Verwirrte uns das Fahrkartennetz, bei dem man die Karten an eine Schranke hielt um diese zu öffnen. Als wir dann endlich in der richtigen Bahn saßen, waren wir ziemlich froh und amüsierten uns über die tiefen Decken und Halterungen, die ich mit meinen 1,62m leicht erreichen konnte. Rene mit 1,80m oder so sah in dem Zug aus wie ein Riese…

Angekommen an der Bahnstation Bugis fanden wir schnell einen Plan und darauf die Beach Road, auf der unser Hostel „Five Stones“ war. Nach einigem herumirren kamen wir endlich an unserem Ziel an. Total erschöpft von dem doch längeren Fußweg und den schweren Rucksäcken konnten wir fix einchecken und bekamen unsere Zimmer zu sehen. Das 8-Bett Zimmer hatten… nun ja 4 Doppelbetten und 8 verschließbare Schränke. Ach, und eine Tür. Fenster gab es zumindest in unserem Raum nicht aber trotzdem war alles doch recht gemütlich. Besonders der Aufenthaltsraum in der Lobby war toll: Große Sofas mit TV, DVD-Player und Wii, eine Küche mit diversen Sitzgelegenheiten und Tee, Kaffee und Kakao den ganzen Tag. Das Ganze im Angebot bei booking.com für nur 10€ die Nacht und das mitten in Singapur.

Nachdem wir uns kurz ausgeruht haben wollten wir wenigstens noch ein bisschen von der Stadt sehen und Essen gehen. Wir erkundeten also das Indische Viertel und gingen somit auch Indisch essen. Das Restaurant an der Ecke war gut gefüllt und sah ziemlich gemütlich aus. Zudem erheiterte mich der Tv an der Decke, welcher Indische Chart Musik (?) gespielt hat. Die dazugehörigen Videos waren so unglaublich schlecht, dass ich mich manchmal ernsthaft zusammenreißen musste, dass ich mein Essen nicht vor Lachen auspustete. Das Essen an sich war eigentlich ganz lecker, aber da in so ziemlich jedem Gericht irgendein bestimmtes Gewürz ist, welches ich nicht mag, war es doch nicht sooo befriedigend. Leider hatte es während unseres Essens auch noch tierisch angefangen zu regnen, sodass wir noch ein wenig in dem viel zu klimatisierten Raum sitzen blieben. Mit viel zu klimatisiert meine ich wirklich kalt! Okay ich bin inzwischen 27-30°C als Durchschnittstemperatur gewohnt aber die Asiaten übertreiben es wirklich mit dem AC. In jedem Raum wird dieser möglichst kalt gestellt, sodass wir sogar in unserem Hostel mit DICKER Decke geschlafen haben! Was in deren Köpfen los ist würde ich echt gern wissen… Naja, nachdem der Regen sich gelegt hatte schlenderten wir noch eine Runde durch das Viertel in dem es neben vielen kleinen Läden eine sehr sehr große Menge an Goldschmuck-Läden gab. Jeder kennt ja die Bollywood-Filme wo die Inder heiraten und deren Körper voll mit Goldschmuck behangen ist. Anscheinend entspricht dieser Teil der Filme der Realität denn keiner der normalen Läden war auch nur annähernd so voll wie jeder einzelne von diesen Schmuckläden. Total abgefahren!
Zurück im Hotel fielen wir 3 nach einem heißen Tee im kalten Zimmer kaputt ins Bett.

Den nächsten Tag erwachte ich leider immer noch mit Halsschmerzen. Ich war wegen diesen schon am Tag vor dem Abflug im Krankenhaus in Bali gewesen, wo der Arzt mir sagte ich habe eine Mandelentzündung, mir dagegen aber nur irgendein Zeug zum gurgeln gegeben hat. Das hatte natürlich nicht geholfen und somit beschloss ich auch in Singapur nochmal zum Arzt zu gehen, weil ich mir das in Vietnam nicht antun wollte. Da es Sonntag war hatte der Arzt nebenan leider zu und es ging mal wieder in ein Krankenhaus. Das war wirklich schön: im Wartebereich gabs eine elektrische Tafel mit Nummern um zu sehen wann man dran ist und einen Tv. Nach 5 Minuten kam ich auch direkt dran, wurde kurz erneut untersucht (ich wusste ja eh was ich hatte) und bekam dann neben Hustensaft und anderen Kram mein Antibiotikum. Zufrieden gingen wir anschließend zur Bahn, um nach Chinatown zu fahren. Dort bummelten wir durch die Straßen und bekamen immer größere Augen aufgrund der immer größer werdenden Wolkenkratzer.
Singapur ist einfach mal eine 180° Wendung von Bali. Die Häuser gehen über 2 Stöcke hinaus, alles ist teuer und nicht günstig, es gibt nur Autos und keine Roller, alle Autos sehen aus wie Neuwagen, es fahren Buse und Bahnen und auf diese ist Verlass, alles ist sauber und ordentlich, alles ist strukturiert, die Menschen nerven einen nicht ob man Sonnenbrillen kaufen oder irgendwohin transportiert werden möchte, und und und…
Dieses Bild verstärkte sich immer mehr, je weiter wir durch Singapur gingen. Von Chinatown ging es zum Marina Bay Sands, in einen der riesen Parkanlagen, und dann irgendwann wieder zurück zum Hostel. Unsere Tour ging wirklich lang, ca. 6 Stunden waren wir unterwegs und gegen 17 Uhr hatten wir alle schmerzende Füße. Klingt unsportlich, ich weiß, aber nach 4 Monaten Bali, wo es fast unmöglich ist viel zu Fuß zu laufen muss das keinen wundern.
Leider hatten wir nicht viel Zeit zum Entspannen, da wir noch vor 19 Uhr am Marina Bay Sands sein mussten um dort kostenlos hinein zu kommen. Wenn man nämlich vor 19 Uhr sagt, man wolle in der Bar etwas trinken, dann kam man ohne 25$ zu zahlen bis nach gaaaanz oben in den 57. Stock. Tatsächlich gönnte ich mir einen 12$ Mocktail (Cocktail ohne Alkohol) und wir genossen die wundervolle Aussicht. Städte von oben bei Nacht sind einfach alle wunderschön und von der Höhe hatten wir eine atemberaubende Sicht. Nach einigen Stunden gingen wir zurück zum Hostel und fielen erneut tot müde ins Bett.

Unseren letzten Tag auf Singapur wollten wir eigentlich auf Sentosa Island verbringen, eine kleine Freizeitinsel, auf der es diverse Attraktionen gab: Eine Art Seaworld, Madame Tussaud, 4D Kinos, etc. Die Betonung des Ganzen liegt auf dem Wort eigentlich. Wie man ja schon von mir kennt gibt es bei mir anscheinend kein Land ohne irgendwelche Probleme. In diesem Fall war es eine Unverträglichkeit des Antibiotikums. Da ich nach dem Aufstehen gefühlt jede Minute auf die Toilette rennen musste, beschloss ich den Tag im Bett zu verbringen. Nicole und Rene änderten dann ihre Planung und gingen in einen der schönen Parks. Als die beiden später wieder kamen erfuhr ich noch, dass wir noch ein Passbild für das Visum für Vietnam brauchten. Also raffte ich mich auf und wir gingen in eines der gefühlt 100.000 Einkaufszentren um einen Fotoautomaten zu finden. Leider war das leichter gesagt als getan. Nachdem wir erfolglos zum Hostel zurückgingen erfuhren wir, dass ein Automat in der Nähe sein sollte. Also ging es wieder los. Natürlich haben wir keinen gefunden und auf unsere Frage wo dann ein Automat sei schickte uns jeder in eine andere Richtung. Da ich bis dahin seit über 24 Stunden nichts gegessen hatte und diese dumme Unverträglichkeit zusätzlich meinen Magen durchwühlte hatte ich so unheimliche Schmerzen und konnte irgendwann kaum noch laufen. Als ich schon aufgeben wollte fanden wir irgendwann einen Fotoladen, der uns für 10$ auch Fotos machte und ausdruckte. Nach dem ganzen rumrennen waren wir so fertig, dass wir ein Taxi zurück nahmen.

Nach einer Instant-Nudelsuppe ging es erneut fix und fertig ins Bett…

Ps.: Da ich meinen Pc auf Bali gelassen habe und das Internet hier meist sehr schlecht ist kann ich nur sehr begrenzt Fotos hochladen und such euch immer nurnoch die schönsten raus ;) Vielleicht aktualisiere ich das noch wenn ich wieder heim bin.

Singapur von oben

Action auf Bali

Donnerstag, 18.12.2014

Jaa auch wenn es etwas spät ist will ich euch meine letzten Wochen auf Bali nicht vorenthalten. Mit schrecken musste ich nämlich feststellen, dass ich noch viele Dinge auf Bali weder gesehen noch gemacht hatte. Da spielen die 5 Wochen in denen ich wegen meinem Fuß ein Krüppel war eine große Rolle, aber was soll man machen.

Wie gesagt ich stellte fest, dass 2 Wochen nicht viel waren und dabei wollte ich noch so viel erleben. 3 Dinge auf meiner To-do-list schaffte ich dann zum Glück auch noch:

Den einen Tag ging es mit den Mädels aus der Villa sowie einigen Leuten aus der Uni zum Raften. Morgens trafen wir uns und fuhren ca. 1 – 1,1/2 Stunden zu unserem Zierl. Da die Regenzeit begonnen hat, hatte der Fluss eine perfekte Wassermenge und als wir angekommen sind ging es nach einer kurzen Einweisung auch fix los. Aufgeteilt auf 2 Boote ging es zunächst nur schleichend voran. Viele Steine versperrten den Weg, doch mit etwas hüpfen und drücken gelangen wir schließlich auf den Hauptfluss, wo noch viele weitere Boote von anderen Anbietern fuhren. Leider wurde die lustige Stimmung recht früh gedämpft, als das Boot von unseren Leuten durch einen Zusammenprall mit einem anderen Boot umgekippt wurde. Wir konnten in unserem Boot leider nur doof gucken und hoffen, dass alles gut ging. Zum Glück hat sich auch keiner doll verletzt (bis auf einige blaue Flecken) und die anderen kamen mit einem ordentlichen Schrecken davon. Trotzdem ging es weiter durch eine atemberaubende und scheinbar unberührte Landschaft. Wir machten Halt an einem kleinen Wasserfall und paddelten was das Zeug hielt. Das Highlight der Tour war dan am Ende der Fall von einem 4 Meter Wasserfall. Es hat einfach total Spaß gemacht!
Nach der Tour bekamen wir noch ein leckeres Mittagessen und schliefen auf dem Rückweg alle friedlich im Bus.

Der nächste Tag war nicht weniger aufregend. Da ich unbedingt noch Mantas sehen wollte, standen Timo, Nele, Isa und ich am nächsten Morgen noch vor 6 auf, um mit der Tauchschule zunächst nach Padang Bai zu fahren. Dort ging es weiter mit dem Boot nach Nusa Lembongan an die Manta Bay. Angekommen ließen wir uns ins Wasser fallen und befanden uns mitten in einer Gruppe Mantas. Dieser Anblick war einfach der Wahnsinn. Diese riesigen Tiere von max. 4 Meter Länge schwammen direkt über unseren Köpfen und kamen dabei manchmal echt nah. Unterwasser sah es aus als ob sie fliegen.
Wir unser Tauchlehrer so schön nach dem Tauchgang sagte: Ihr braucht nach Bali auch nicht mehr tauchen gehen, was wollt ihr schon noch sehen? Ihr kennt jetzt Haie, Schildkröten, Stachelrochen, Mantas,… so viel kann da nicht mehr kommen. Wo er Recht hat… trotzdem kann ich nur noch einmal mehr sagen, dass ich die Unterwasserwelt einfach liebe!

Die letzte Aktion war kurz vor meinem Abflug. Mit den Leuten aus der Uni ging es in den Wasserrutschen Park Waterbom. Highlight waren eine Art freefall Rutsche mit Looping und eine Boomerang-Reifen-Rutsche. Zudem gab es ein großes Becken mit Poolbar und viele viele weitere Rutschen. Nach 6 Stunden Treppen hochlaufen und runterrutschen waren wir alle tierisch platt und gingen noch in den Skygarden zum all you can eat.

Allgemein habe ich in den letzten Tagen auf Bali noch einmal alle meine Lieblingsrestaurants besucht und alles gegessen was ich zu fassen bekam. Darunter ganz viel Nasi Champurund Mie goreng. Natürlich ging es auch noch einige Male mit den Mädels essen und an den Strand, bis es dann am 13.12. hieß: Abschied nehmen.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging ich zum Flughafen. Ich freue mich sehr auf meinen Trip mit Nicole, werde aber diese tolle Villa-WG und mein neues Zuhause vermissen, auch wenn ich im Januar noch 4 Tage dort sein werde. Eins weiß ich aber ganz bestimmt: Bali ich zu einem kleinen Zuhause im Paradies geworden!

Rafting Pause am Wasserfall Mantaaas

Bye bye Bali

Sonntag, 30.11.2014

Wieee bye bye Bali?

Ja genau ich hab kein Bock mehr auf Bali. Jeden Tag regnet es und es gewittert. Das ist doch doof! Nein natürlich liebe ich mein neues Zuhause immernoch unglaublich doll aber das Wetter wird langsam nervig und man hat nur einmal die Möglichkeit mehr zu sehen als diese kleine Insel. 

Wie aso einige vielleicht schon erfahren haben werde ich in knapp 2 Wochen Bali verlassen. Und zwar genau am 13.12. da fliegen meine neue Freundin Nicole und ich nämlich nach Singapur. Dort geht es dann erstmal für 3 Tage in ein Hostel und wir erkunden diese aufregende Stadt.

Nach Singapur geht es weiter nach Ho Chi Minh City in Vietnam. Dort werden wir 3,1/2 Wochen vom Süden nach Norden und zurück reisen und sicherlich unglaublich viele tolle Dinge erleben. Ich freue mich unendlich auf dieses Abenteur und hoffe euch ganz viel berichten zu können. 

Bis dahin... werde ich noch Raften gehen und Bali genießen. 


Urlaub vom Urlaub - Gili Trawangan

Donnerstag, 27.11.2014

Schwupp kommt direkt ein nächster und seeehr langer Bericht hinterher ;)

Letztes Wochenende hatten Isa und ich nämlich eines der coolsten Wochenenden bisher. Wir fuhren nämlich auf Gili Trawangan oder auch kurz Gili T.
Die Gilis sind drei kleine Inseln vor der Nordwestküste Lomboks. Die kleinste Insel ist Gili Meno, die mittlere Gili Air und die „größte“ ist Gili Trawangan. Groß heißt in diesem  Fall ca. 700 Einwohner und eine Umrundung der Insel zu Fuß in ca. 1 Stunde… Aber nun erstmal von vorne.

Am Donnerstagmorgen sollten Isa und ich vom Bus abgeholt werden. Die super genaue Ansage von „Seid bitte zwischen 10:30 und 11:30 bereit loszufahren!“ war natürlich klasse, zumal wir am Mittwoch noch etwas feiern waren. Um 10 Uhr begann ich also meine Tasche zu packen und um 10:15 schallte es von draußen „EUER BUS IST DA!“ Klasse! Ich war natürlich noch nicht fertig, da hier normalerweise alle immer später kommen. Naja schnell wurde alles in die Tasche geworden und los ging’s. Bevor wir nach Padang Bai an den Hafen fuhren ging es noch nach Kuta um 5 weitere Leute einzusammeln. Gegen halb 1 waren wir dann endlich in Padang Bai. Dort angekommen mussten wir nicht lange warten und konnten nach kurzer Zeit auf das doch erstaunlich große „Speedboat“. Auf dem Weg zum Boot haben wir einen der Mitfahrer aus unserem Bus kennengelernt: Emil aus Schweden. Nachdem das Boot losgefahren ist sind durften wir nach oben aufs Deck. Und dort ging die ne fette fette Party! Laute Partymusik schallte aus den Boxen, die Sonne schien, das Meer war still und es floss eine Menge Bier. Nach kurzer Zeit gesellte sich noch ein Kalifornier namens Jeff zu uns und es wurde erstmal angestoßen. Prost! Ich habe auf der Fahrt meine Vorliebe zu Bintang Radler („Bier“) gefunden: schmeckt wie süße Limo und hat noch süßere 2%. Nach gut 2 Stunden kamen wir endlich auf Gili T an.
Jaa Gili T… zunächst begrüßte uns ein wunderschöner weißer Sandstrand und Stille. Natürlich war es nicht wirklich leise aber es gibt auf den Gilis keine motorisierten Fahrzeuge - nur Fahrräder und Pferdekutschen. Leider gefielen uns als Pferdeliebhaber die Pferdekutschen nicht besonders, da einige der Ponys unmengen an Steinen aufgeladen hatten, einige total dünn waren, das Zaumzeug war viel zu eng und schnitt den Tieren ins Maul. Alle schwitzten und manche wurden geschlagen wenn sie nicht mehr konnten. Ein Pferd ist sogar mit dem Karren hinter sich gestiegen. Trauriger Ablick auch wenn man sagen muss das einige wenige Ponys doch sehr gut, gesund und zufrieden aussahen. Nunja, die Jungs wollten zunächst einmal ins Gili Backpackers. Dort angekommen fragten wir nach Platz für 4 Leute. Zur Antwort bekamen wir dann folgendes: Nee heute sind wir voll aber ihr könnt oben im Tower open air schlafen wenn ihr wollt. Der Tower war ein Turm auf dem Mattratzen gelegt waren. Warum nicht dachten wir uns und freuten uns über unsere eigene kleine Burg… auch wenn es nur ein Turm war. Nach einer kleinen Erfrischung im Pool brauchten wir erst einmal Essen. Da es auf Gili T eigentlich nur eine Hauptstraße am Strand  und ein paar kleine Nebenstraßen gibt ist es nicht besonders schwer irgendwas zu finden. Kaum haben wir uns also in einen der Warungs reingesetzt kommt schon der erste Kerl an „Wanna buy Mushroom?“ Jaja die schönen Inseln ohne Polizei… gerade auf Gili T bekommt man echt an jeder Ecke Mushrooms angeboten und was weiß ich nicht alles. Nach unserem Mittagessen (ohne Mushrooms) gingen wir dann ein wenig die Straße entlang. Diese ist gefüllt von kleinen Souvenir- und Klamottenläden, Clubs, Bars (vor allem richtig coole Strandbars) und Tauch Centers. Beim Manta Dive meldeten Emil, Isa und ich uns auch direkt für einen Dive (argh ich benutz zu viele englische Wörter wenn mir die deutschen nicht mehr einfallen) zu einem einen Tauchgang für 9 Uhr am nächsten Morgen an. Weiter ging’s entlang der Küste Richtung Sonnenuntergang. Kaum gingen wir etwas um die Kurve der Insel erstreckte sich ein wunderschöner Sonnenuntergang vor uns und wir hatten alle das verlangen bei dieser tollen Aussicht baden zu gehen. Kaum gingen wir ins Wasser mussten wir feststellen, dass es an der Stelle viel wärmer war als noch einige Meter zuvor. Warum auch immer… Auf jeden Fall war das Wasser noch viel wärmer als die immernoch ca 28°C warme Luft um uns. Das Wasser hatte mindestens 33°C, wie in ner Badewanne. Fühlte sich echt komisch aber auch super angenehm an =). Nachdem die Sonne untergegangen ist gingen wir zurück zum Hostel, wo Isa und ich überraschender Weise noch ein Zimmer angeboten bekamen. Auch wenn der Gedanke von einer Nacht unter freiem Himmel sehr witzig war siegte doch das Verlangen nach einer eigenen Dusche, dem AC und einem großen Bett. Nachdem wir alle frisch geduscht haben gingen wir auf den Nachtmarkt um noch eine Kleinigkeit zu essen. Bei einem Bierchen und Nasi Champur lernten wir dort 2 weitere Leute kennen: Richard (genannt Dick … warum auch immer) aus London, UK und Jon aus Melbourne, US. Gemeinsam gingen wir 6 den Abend in diverse Bars mit Live-Musik, Trinkspielen und und und. In einer Bar wo alle irgendwelche lustigen Trinkspiele gespielt haben lernten wir noch Brayden ein paar weitere „Aussis“ kennen. Am Ende des Abends landeten wir in einem Beachclub wo so ziemlich alle feierwütigen Leute von Gili T waren. Jeden Tag gibt es auf Gili T immer ein Club wo alle hingehen. Der Club wechselt von Tag zu Tag. Ziemlich gut gemacht um auch in der Nebensaison eine gute Stimmung zu erzeugen. Gegen 2:30 gingen Isa und ich recht angeheitert und tot müde dann zurück zu Bali Backpackers. Angekommen fielen wir nurnoch ins Bettchen und wollten schlaaaa…. Nein, nix mit schlafen. Kaum hatte ich meine Augen geschlossen fingen draußen zwei Leute lauthals an zu diskutieren – Klasse! Als die beiden endlich Ruhe gegeben haben war ich wieder gerade am einschlaaaa… Nein, immernoch nicht. Es klopft an der Tür. Verschlafen mach ich diese auf und sehe Jeff und Emil freudestrahlend vor mir. Wie kleine Welpen die das erste Mal einen Stock apportiert haben stehen sie vor mir „Look Jess, we have a flag for our castle!“ Tatsächlich hatten die beiden irgendwo eine Bambusstange gefunden? geklaut? und Emils Hemd drüber gehängt, damit es aussah wie eine Flagge für unsere Burg……………. JAAAAA…….. Nachdem ich die beiden zu ihrem Fund überschwänglich gratuliert habe durfte ich endlich wieder ins Bett und schlaaaafeeeennn… Naja auch nicht lange. Punkt 4:30 Uhr fing in der Moschee nen Typ via Megafon an rum zu jallan „huuumalaaa jala jala humunuuu jalla jalla“ Nach einer geschlagenen halben Stunde war ich endlos genervt und er hörte endlich auf. Cool, nun hatte ich noch ganze 2,1/2 Stunden Schlaf vor mir. Isa hat von den ganzen Kram nichts mitbekommen. So einen Schlaf muss man haben.

Der Wecker klingelte einfach viel zu früh aber nun gut wir wollten ja tauchen gehen. Da Emil mir am Abend zuvor 1000x sturztrunken gesagt hat ich soll ihn wecken er kommt mit tauchen war dies meine erste Tat am Morgen. Schnell auf den Turm geklettert fand ich die beiden Jungs friedlich schlafend vor und riss sie aus ihren Träumen. „BOOOYS WAKE UP! COME ON EMIL DIVIIIING!!“ Irgendwie haben die Beiden sich wirklich aufgerappelt und sind mit zum Frühstücken gekommen Alle nahmen Toast oder Pancake aber ich brauchte ein fettiges Mie goreng :D. Nach dem Essen ging es um 8:30 zum Tauchcenter. In Emils Verfassung (Totmüde + Restalkohol + Kater) hätte ich jedem gesagt er solle im Bett bleiben aber da Emil schon +500 Tauchgänge gemacht hat und selbst Dive Instructor ist ging ich davon aus das er das gut selbst entscheiden konnte. Nach einiger Zeit ging es dann mit dem Boot zum Manta Spot. Dort ging es runter auf 23 Meter Tiefe. Leider war das Riff an sich nicht so toll da viele Korallen tot waren, aber wir sahen neben zahlreichen Fischen einen großen Kalamar, einen Riffhai und Schildköten. Leider aber keine Mantas. Auch wenn der Tauchgang aufgrund der Strömung etwas anstrengend war muss ich immer mehr feststelle das ich die Unterwasserwelt einfach liebe. Außer das eigene Atmen ist alles still. Die Fische haben keine Angst vor einem und man ist irgendwie einfach für sich. Nach dem Tauchen waren wir einfach nur noch total im Eimer. Also ging es zurück zum Hotel und ab ins Bett. Wieder ärgerte uns der Jala Jala Mensch doch irgendwann konnten wir dann doch noch etwas schlafen. Nach unserm doch längeren "nap" gingen Isa und ich an den Strand und genossen die Sonne. Ich ging nochmal schnorcheln und traf nur wenige Meter vom Strand eine große Schildkröte mit der ich ca. 1 Minute zusammen geschwommen bin, bevor sie dann wieder abgehauen ist. Danach gingen wir mit den Jungs ne Kleinigkeit essen und dann zum Sunset Point. Nachdem die Sonne untergegangen ist wollten wir wieder zurück zum Hostel. Isa und ich machten noch einen Stop bei der Pizzaria (wo es super lecker war) und folgten dann den anderen. Angekommen fanden wir Jeff und Emil auf den Sitzsäcken am Pool – Emil schlafend, Jeff lesend. Nachdem wir geduscht haben waren die Jungs schon um Bett, um 9! Da wir genau so müde waren gingen wir also auch früh schlafen.

Der nächste Tag begann für uns gegen 9. Beim Frühstück trafen wir die Jungs, die stand up paddeling mache wollten. Auch wenn das cool ist hatten wir andere Pläne. Wir wollten shoppen gehen. Leider mussten wir feststellen, dass das alles doch nicht so günstig war, sodass ich mir nur ein Armband und Isa drei Mitbringsel für Freunde gekauft hat. Nach dem Shoppen entschieden wir uns dazu uns noch zu einem weiteren Tauchgang anzumelden, der um 14 Uhr beginnen sollte. Um 12 kamen wir also wieder zum Gili Backpackers wo wir liebevoll begrüßt wurden: „Könnt ihr bitte eure Sachen packen und das Zimmer frei machen!?“ Bitte was? Isa und ich guckten uns nur ungläubig an. Da wir nicht explizit gesagt haben, dass wir noch eine Nacht länger bleiben wollten, haben die dort das Zimmer einfach weiter vergeben. Obwohl wir am Freitag meinten wir suchen was bis Sonntag. Ich mein es war ja nicht so, dass uns eh schon die Füße wehtaten, wir eigentlich noch eine Runde schlummern wollten, da der Jalajala Mann um 4:30 rumgejallert hat UND es über 30 verdammte Grad im Schatten waren!!! NEIN natürlich wollten wir liebend gern durch die Straßen hetzen um eine neue Unterkunft zu suchen, unsere Sachen zu packen, die Sachen in das neue Hotel zu schleppen um dann zum Tauchcenter zu hetzen. Wir konnten uns kaum was Schöneres vorstellen aber nun gut, so ist es ja nun mal hier. Ich merke immer mehr wie ich in solchen Situationen immer entspannter werde. Hier lernt man einfach, dass es nichts bringt sich aufzuregen und alles auch irgendwie immer klappt. Also machten wir uns auf den Weg und fanden auch fix eine neue und noch viel schönere Unterkunft und bekamen diese sogar vergünstigt zum gleichen Preis wie das Zimmer zuvor. Nette Menschen. Nachdem wir also einen eigenen Bungalow bekommen haben, hetzten wir wieder zum Backpackers, packten unsere Sachen, Isa pöbelte noch etwas und wir gingen. Fix die Sachen wegbringen und ab zum Tauchcenter. Dank unseres Hetzens hatten wir sogar noch genug Zeit um Mittag zu essen (Quesadilla und Tortilla Wrap… leeecker!). Anschließend ging es mit dem Boot zum Sharkpoint, wo wir – 3-mal dürft ihr raten – keine Haie gesehen haben! Dank der noch stärkeren Strömung als am Tag zuvor und einem Guide der kreuz und quer geschwommen ist war der Trip eher nervig als schön aber immerhin bekamen wir super viele riesen Schildkröten zu Gesicht. Die eine war fast so groß wie ich und bestimmt zigmal so alt. Nach dem Tauchen gingen Isa und ich noch kurz Schnorcheln und trafen zufällig wieder auf unsre Jungs. Wir verabredeten uns dann noch zu einem letzten gemeinsamen Abendessen und Party. Nach einem Bierchen brachen wir gegen 20 Uhr gemeinsam auf, um in eines der Fischrestaurants essen zu gehen. Irgendwann fanden wir ein Restaurant mit einigermaßen guten Preisen und kauften uns frische noch nicht zubereitete Meerestiere: Einen sündhaft teuren Lobster für Emil (wenn man ca 25€ für einen Lobster inklusive Buffet als teuer bezeichnen will), einen Fisch-Spieß + Riesengarnelen für Jeff und einen fetten Fisch und Riesengarnelen für Isa und mich. Alles wurde vor unseren Augen auf dem Grill mit dem Indonesischen Lieblingsgewürz Knoblauch zubereitet. Zudem bekamen wir alle noch Kartoffelecken, gegrilltes Brot und Salat so viel wir essen konnten. Das war soooo lecker! Qualität hat ja auch hier ihren Preis und so zahlten wir alle zusammen mit Getränken ca. 80€ oder so. Hat sich gelohnt. Eindeutig! Nach dem Essen gingen wir wieder in unsere Spiele-Bar und trafen dort auf Dick, Jon, Brayden und die anderen Aussis. Neben den mir bekannten Trinkspielen lernte ich dann noch ein unglaublich schweres und komplexes Trinkspiel von den Aussis kennen: Buffalo! Die Regel(n) sind folgendermaßen: Wenn man ein Getränk in der rechten Hand hält und jemand Buffalo sagt muss man es exen. Erstaunlicherweise hatten wirkliche alle Aussis ihre doofen Getränke in der linken Hand und ich achtete akribisch darauf es ihnen nach zu tun. In diesem Sinne nix mit Buffalo :P. Nach einigen feiern und tanzen gingen Isa und ich dann gegen 1 zurück zu unsrem Bungalow.

Den Sonntag schliefen wir erst einmal bis halb 10 und genossen ein leckeres Frühstück in der Sonne. Langsam packten wir unsere Taschen und brachen auf zu den Jungs, da Jeff das gleiche Boot zurück nehmen wollte wie wir. Am Strand verabschiedeten wir uns dann von Emil, der noch 1-2 Tage bleiben wollte und warteten auf unser Boot, welches sogar pünktlich um 12:30 ankam um uns einzusammeln. Direkt schnappten wir uns wieder einen Platz auf dem oberen Deck und schmierten uns dick mit Sonnencreme ein. DAS hatten wir nämlich bei der Hinfahrt vergessen und ne schöne Rötung auf der Nase und den Schultern bekommen. Die Fahrt war ebenso wie die Hinfahrt super entspannt und spaßig. Bei der Busfahrt konnten wir sogar noch etwas schlummern, bis wir um ca. 16 Uhr wieder in unserer Villa angekommen waren.

Fazit: Die Gili-Inseln bzw. Gili T ist super um den Motorenlärm und allem zu entkommen, einfach zu entspannen und abends wild zu feiern. Sozusagen Urlaub vom Urlaub. Die Strände sind toll und man kann super schnorcheln. Tauchen war an sich gut aber es gibt sicherlich schönere Riffe als dort. Alles in allem ein wundervolles und unvergessliches Wochenende mit alten und neuen Freunden. Thanks to Isa, Emil and Jeff :)

  Auf gehts Hauptstraße Jummi Jummi! Pferdis Strandclub Wunderschön Hingegen auf der anderen Seite... :( Jeff & Emil Nette Wohnmöglichkeiten Sonnenuntergang Lila Traum Yeah Bootsfahrt Unser BungalowFrühstückBintang!JummiMehr JummiAm meisten Jummi! Diving mit Emil Riesenkalamar Rochen Findet Nemo Love Diving Kalamaaar Schöne Unterwasserwelt Turtle beim schnorcheln

Bali Bird Park

Montag, 24.11.2014

Hey ihr Lieben,
ihr denk euch sicher „Jessi hat kein Bock mehr hier im Blog zu schreiben“, deeeem ist nicht so ;). Und dank inzwischen über 1600 Besuchern auf meiner Seite will ich jetzt auch wieder aktiver werden. Nach meinem letzten Blogeintrag brauchte ich noch weitere Tage zum genesen. Meinem Magen ging es glücklicher weise schnell wieder einigermaßen okay und meinem Fuß geht es dank vielen Cremes, schonen, dehnen und dem weglassen von Wasser nun seit über einer Woche wieder perfekt. Ich kann seit längerem schon wieder normal laufen (und Roller fahren) und die Wunde ist nun vollkommen geschlossen, sodass ich wieder ins Wasser kann. In der Zeit ist bei mir aber echt nichts Erwähnenswertes geschehen.

Zudem hatte ich echt viel für die Uni zu tun: Lernen für 3 Prüfungen, 2 Präsentationen vorbereiten und 2 Hausarbeiten schreiben. Gerade die jeweils über 15 Seitigen Hausarbeiten haben einiges an Zeit gefressen.

Naja genug des langweiligen Zeugs. Natürlich habe ich seitdem mein Fuß nun heil ist wieder was unternommen. Anfang November sind drei Freunde und ich also am Freitag nach Ubud aufgebrochen… da kann man einfach so viele tolle Sachen machen =) Zunächst gab es ein suuuper leckeres „Öko-Frühstück“. In Ubud ist vieles so künstlerisch, joga-mäßig, healty und so, also genossen wir zunächst frisches Obst mit Naturjoghurt, Müsli und einem leckeren Tee. Anschließend wollten wir beim ATM (Visa Automaten) Geld holen… Fehlanzeige! Nicht einen Cent wollte das Ding ausspucken. Auch die nächste 5 ATM’s in derselben Straße brachen keinen Erfolg. Es schien, dass in ganz Ubud die Automaten leer waren. Nach einigem rumfahren fanden wir dann zum Glück doch noch einen Automaten der uns Geld geben wollte. Den Tag über bummelten wir dann also durch Ubud, noch (ein 3. Mal) in den Monkeyforest, den Isa noch nicht kannte und futterten was das Zeug hält. Zum Mittag gab es Pizza und abends Schnitzel – man gönnt sich ja sonst nichts. Später fielen wir in unseren Bungalows direkt an den Reisfeldern ins Bett und freuten uns auf den nächsten Tag.

An diesem ging es nämlich in den Birdpark. Jaa einige denken sicher Vögel sind öde und langweilig aber ich freute mich super auf den Ausflug. Angekommen fragten wir mehr zufällig ob es Studentenrabatt gibt. Eigentlich kostet der Eintritt so 26$ aber erstaunlicher Weise bejahte die Dame unsere Frage (das passiert hier super selten) und wir bekamen mit unserem internationalen Studentenausweis den Einheimischen Preis von nur ca. 7€… SUPER COOL! Nach den ersten 3 Schritten in den Park fühlte man sich wie in einem wunderschönen Garten. Die Papageien hockten frei auf den Baumstämmen, große Vögel liefen über den Rasen, überall waren Bäume, Blumen und Wiesen. Natürlich waren viele Vögel auch in Käfigen oder in einem der großen Gewächshäuser aber es schien den Tieren dort echt gut zu gehen. Nach einem Rundgang durch den Park hatten wir also gut 250 verschiedene Vogelarten aus Südamerika, Südafrika, Sumatra, Borneo, Papua, Java und Bali gesehen. An einem der Plätze konnten wir Bilder mit Papageien machen und ich strahlte wie ein kleines Kind als dann 4 dieser wunderschönen Vögel auf mir saßen. Endlich konnte ich Bali wieder richtig genießen! An dem Platz war auch noch ein super schöner Kakadu der es liebte gekrault zu werden. An einem der anderen Plätze bekamen wir dann noch riesen Hornvögel auf die Schultern. Dann schauten wir uns eine Flugshow der Regenwälder Vögel an. Besonders die rieseigen Hornvögel fliegen zu sehen war echt klasse. Anschließend ging es zu der Flugshow der Greifvögel wie Adler und Eulen. Letztere konnte ich wieder (freudestrahlend) auf den Arm nehmen. Bei einem kühlen Getränk gab es dann noch die Show „meet the birdstars“, bei dem ich dann plötzlich zum Guide gerufen wurde, damit so ein fliegender Hornvogel auf meinem Arm landen und Papaya futtern konnte. Die Viecher so im Flug zu sehen ist eine Sache, wenn die auf einen zugeflogen kommen eine ganz andere – dezent gruselig :D! Danach lernten wir noch Anna-Maria einen wunderschönen schwarzen Palmkakadu und einen der blauen Papageien kennen.

Nach dem Vogelpark gingen wir noch nebenan in den Reptilienteil, in dem es diverse Schildkröten, Krokodile, Schlangen und Echsen gab. Dort durfte man sogar einen Leguan auf den Arm nehmen.

Alles in allem war der Ausflug wirklich super und es hat sich total gelohnt! Jetzt gibt’s natürlich noch Bilder für euch! Bis demnächst – Versprochen!

Glückliche Jessi Papagei Pelikane Die großen Hornvögel Gruselig! Noch viel gruseliger - der Kasuar, ein Australischer Laufvogel Wunderschöner Kakadu Kuscheln?! Knutsch Flugshow Hornvogel Kakadu Fly high Buh! Formationsflug Glückliiich und DASDA ist auf mich zugeflogen! Birdstars Nants ingonyama bagithi Baba *König der Löwen!?* Fetter Leguan Krokiii Gesund-Frühstück

Ruhig geworden

Samstag, 01.11.2014

Ja es ist ruhig geworden auf meinem Blog. Das liegt zum einen daran, dass ich immer noch nicht vernünftig laufen kann und noch immer meine "Wunden lecke". 

Meinem Fuß geht es inzwischen einigermaßen gut. Es bildet sich langsam aber sicher rosarote Haut und außer einer Stelle ist alles trocken. Zum Glück hat sich nichts entzündet und so. Die Verbrennung in Form einer Schweinepfote (wie mir nun oft gesagt wurde) sah vor ein paar Tagen noch aus wie schlecht gebratener Bacon :D ... hmmm Baaacon... und ja es wird besser. 
Durch die hitze haben sich zudem meine Sehnen im Fuß zusammen gezogen so das ich immernoch schlecht laufen kann. Ich hab inzwischen eine leichte Fehlstellung im Fuß (nach außen gedreht) aber der Doktor ist guter Dinge das es bald wieder weggeht wenn ich das fleißig dehne. 

Dann bin ich letzten Donnerstag wieder ins Krankenhaus gefahren. Nach einer unglaublich schlimmen Nacht im Bad habe ich die Schmerzen im Magen nicht mehr ausgehalten und habe mich gegen 5 Uhr morgens ins Krankenhaus fahren lassen. Nachdem ich wegen Dehydration erst einmal an den Tropf gekommen bin wurde ich durchgecheckt und das Labor diagnostizierte Amöbiasis. Das ist eine Amöben Infektion, die nun mit Antibiotika (mal wieder) behandelt wird. 

Sonst gehts mir aber recht gut - haha! Nein ich bin wirklich okay. Die Medizin schlägt gut an und ich chill außer wenn ich in der Uni bin immernoch in der Villa. Deswegen schreibe ich auch zur Zeit wenig weil ich einfach echt nichts erlebe. Dafür hab ich jetzt genug Zeit Uni-Kram zu machen. Man mag es nicht meinen aber ich muss auch Arbeiten im Paradies ;) 

Soo nun noch was schönes für euch :) ich habe nämlich ein paar Schnorchel-Bilder unserer ersten Tour bearbeitet und will diese natürlich mit euch teilen.

Also hoffentlich bis demnächst!

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